8.

Feb

Tennenberglift in Nesselwängle

Mein Skiurlaub, mein Hang, mein Tal

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Mein Wohnort, meine Heimat, mein Leben!

Mein Name ist Jana Schädle, bin Schülerin und wohne schon lange hier im Tannheimer Tal. Da mir mein Heimatort so gut gefällt, stelle ich nun ein paar der schönsten Impressionen des Tannheimer Tals in Tirol vor. Hierfür habe ich das Gästemagazin „Talblick“ gründlich durchforstet und teile es hier mit Euch!

Das große Skigebiet im Tannheimer Tal und in Jungholz sind für entspanntes, genuss­volles Skifahren und Snowboarden wie geschaffen. Einheimische Experten verraten den Wintersportlern unter den Gästen hier ihre liebsten Skitouren und Pisten.           

Tannheim, mit Blick auf die Gundhütte

Oben stehen am Hang, hinunterblicken auf die unterm Schnee schlummernden Hügel und Senken, die Schwünge schon mal Bertram Eberle, Skischule Club Alpin in Gränvoraus denken, den Griff um die Stöcke noch einmal lockern und dann wieder schließen, ein leichtes Wiegen in der Hüfte, tief Luft geholt – und es beginnt etwas, das mir keiner nehmen kann: meine Abfahrt. Ob es die erste ist an diesem Tag oder die zehnte oder die zwanzigste, keine gleicht der anderen. Irgend­wo wird etwas anders sein als beim vorigen Mal, eine kleine Bewegung vielleicht nur, ein Reflex auf der Piste, Schnee, der von einem Baum rieselt. Vielleicht bemerken wir etwas, das uns zum Innehalten verlockt, vielleicht spüren wir etwas, das unserer Fahrt zusätz­lichen Schwung verleiht, vielleicht teilen wir uns den Spaß mit einem anderen Fahrer. Meine Abfahrt, keine gleicht der anderen.

Genussfahrer willkommen

Wer ins Tannheimer Tal zum Skifahren, Langlauf oder Snowboarden kommt, der strebt im Skiurlaub nicht nach Geschwindigkeitsrekorden. Der ist auch nicht auf fahrerische Experimente aus oder will eine Piste bis ins kleinste Detail ausreizen. Die fünf Skigebiete im Tal und in Jungholz sind ein Platz für Genussfahrer. Für Menschen, für die das Erlebnis, über Schnee zu gleiten, noch immer die pure Faszination ist, diese Bewe­gung, die es nirgendwo sonst in unserem Leben gibt. Für Menschen, die sich begeistern können für die Natur, in der sie unterwegs sind. Für Menschen, bei denen das innere Feuer für ihren Sport so heiß brennt, dass die Kälte um sie herum gar nicht mehr stört.

Der entspannte Charakter der Skigebiete in Tannheim, in Grän, in Nesselwängle, in Zöblen-Schattwald und in Jungholz hat schon immer dafür gesorgt, dass sich vor allem junge Skifahrer – und heute auch die Snow­boarder – sowie Familien hier besonders wohl gefühlt haben. Ganze Generationen von Schü­lern und Jugendlichen in den Skischulen aus dem Flachland nördlich des Allgäus und als Kinder urlaubender Eltern haben hier ihre ers­ten Erfahrungen auf dem Schnee gesammelt.

Platz für Groß und Klein

Was den Charme und die Spezialitäten der einzelnen Skigebiete angeht – wer wüsste das besser zu beschreiben als Menschen, die hier zuhause sind, deren Leben einzelne Hänge und Abfahrten geprägt haben. Ulrich Rief zum Beispiel, Diplom-Skilehrer und Skiführer sowie Inhaber von Ullis Erlebnis-Skischule, bezeichnet „die Abfahrt am Doppelsessellift bis zur Mittelstation“ als seinen absoluten Lieblingshang in Tannheim.

„Der Hang ist sehr gut zum Kurzschwingen und das richtige Einfahrerlebnis für den Morgen“, sagt er. „Am liebsten fahre ich dort am Morgen, mit der ersten Gondel hoch und dann zweimal die Piste zur Mittelstation runter, dann kann der Tag losgehen!“ Um auf diesem Hang den maximalen Fahrspaß zu haben, sollte man nach seiner Empfehlung das Kurzschwingen beherrschen, sprich: den Parallelschwung in Kurzform. Und der Einkehrschwung danach? „Der führt mich in die eigene Schi-Schule, dort freuen wir uns dann auf unsere „Großen und kleinen Skischüler und versuchen, auch Ihnen die Freude am Skifahren weitergeben zu können. Damit auch sie mal das tolle Fahrerlebnis oben am Neunerköpfle genießen können …“

Der „Oberhöfer Berg“ in Tannheim wiederum ist der Lieblingshang von Bernd Griesser. Für den Chef der 1. Privat-Schischule im Tannheimer­tal liegt die Herausforderung darin, „den Hang mit langen Schwüngen und hohem Tempo zu bezwingen. Dafür ist Grundvoraussetzung, dass man den Parallelschwung beherrscht.“ Er empfiehlt diesen Hang auch deswegen, weil er zu jeder Tageszeit während des Skibetriebs gut befahrbar ist – seinen Nutzern also alle Freiheit lässt. Und danach, wenn beim Après- Ski der schöne Tag ausklingen soll? „Grund­sätzlich sind bei uns ja alle Hütten empfeh­lenswert“, sagt er. „Mein Favorit ist hier die Hubertushütte-Mittelstation Tannheim.“

Beim Skigebiet Schattwald-Zöblen ist es die Vielfalt der Strecken und Schwierig­keiten, die Boarder wie Alpinfahrer über­zeugt. Vom Anfängerhang bis hin zu zwei „FIS-homologierten Rennstrecken“ für Slalom und Riesenslalom findet am Wan­nenjoch und an der Rohnenspitze jeder – vom entspannten Genussfahrer bis zum anspruchsvollen Profi – die passende Piste.

Für Thomas Deng, Chef der Skischule Alpstern in Schattwald, ist die FIS-Abfahrt am Rohnenlift denn auch die uneingeschränkte Lieblingspiste. „Es ist eine sehr abwechs­lungsreiche und anspruchsvolle Piste mit roter Markierung“, schwärmt er. „Und da es ein Nordhang ist, findet man auch immer beste Schneeverhältnisse vor.“ Aufgrund der langfristig witterungstechnisch guten Lage und der Beschneiungsanlage sind die Pisten in Zöblen und Schattwald überhaupt sehr schneesicher, auch wenn das Wetter vorübergehend einmal nicht mitspielt.

Skischule Schattwald/Zöblen

Deng legt seinen favorisierten Hang anderen Wintersportlern auch deswegen ans Herz, weil „die Piste fast zu jeder Tageszeit Spaß macht, da sie immer perfekt präpariert wird“. Damit man diesen Spaß auch uneingeschränkt genießen kann, „sollte man einen sicheren Parallelschwung beherrschen“, so seine Empfehlung. Wer noch nicht so weit ist, für den hat der Skilehrer eine andere Em- pfehlung: „Meine erste Wahl für Anfänger und Kinder ist der Mühlhanglift in Zöblen mit dem kleinen Funpark.“ Und seine erste Adresse für den Après Ski ? „Das ist natürlich der Schirm, der Huagarte, in Schattwald.“

Sehr große Schneesicherheit und Kinder­freundlichkeit sind auch die herausragenden Merkmale des Skigebiets in Jungholz am Sorgschrofen. Schon seit vielen Jahren küm­mert sich hier die Liftgesellschaft um eine durchdachte und umfassende technische Beschneiung, um den Wintersportlern wäh­rend der ganzen Saison gute Bedingungen zu bieten. Seit dort 1948 der damals längste Sessellift im Allgäu eröffnet worden war, zählte Jungholz immer zu den führenden Ski­gebieten in der Region und hat immer dafür gesorgt, diesen Ruf zu pflegen und festigen.

Was das Skigebiet für Wintersportler so über­sichtlich macht, ist seine klare Aufteilung. Neben den regulären Pisten sind vier spezielle Sektionen ausgewiesen: Das Herzstück, ers­tens, schlägt ganz für die jüngste Generation: Im N’Ice Bear Kinderland fallen die ersten Schritte im Schnee besonders leicht – ganz ohne Zwang können Eltern mit ihren „Ski- Sprößlingen“ den Spaß am Schnee entde­cken. Das Snow Learnland, zweitens, ist genau auf die Bedürfnisse von jenen angelegt, die in Ruhe weitere Erfahrungen auf Ski und Board sammeln wollen. Die Rennstrecke „Snow Raceland“ an der Bischlagsesselbahn, drit­tens, steht jedermann zum privaten Wettstreit zur Verfügung. Termine nach Vereinbarung. Und dann gibt es da noch eine Neuheit: In der Nähe der Bischlag 4-er Sesselbahn Bergsta­tion wurden, viertens, für alle Wintersport- Gäste, die richtig Ruhe und Erholung suchen, zwei Sonneninsel-Ruheoasen eingerichtet. Auch bei Thomas Koch von der Skischule 123 in Nesselwänlge/Haller wird schnell klar, dass sein Herz kräftig fürs Skifahren schlägt. Denn auf die Frage nach seiner bevorzugten Abfahrt weist er den Weg nicht zu einer maxi­malen Herausforderung, sondern zur größt­möglichen Freude für viele: „Einer unserer Lieblingshänge ist der Hang direkt am Tennen­berglift. Er ist der perfekte Übungshang und Anfängerhang für leicht Fortgeschrittene.“ Ihm selbst mache es die meiste Freude, bei präparierter Piste und einer kleinen Neu­schneeauflage die ersten Spuren zu ziehen, sagt er. „Das lässt jedes Skifahrerherz höher schlagen.“ Dazu komme, dass dieser Hang eigentlich den ganzen Tag über zu befahren ist – „auch im Frühjahr, weil es ein Nordhang ist, aber klarerweise natürlich morgens.“

Um den ganzen Hang befahren zu können, empfiehlt Thomas Koch, sollte man das Pflugschwingen beherrschen. Man kann aber auch bei der Hälfte des Schleppliftes aussteigen und dann den Hang ganz einfach mit Pflugbögen befahren. „Je besser man natürlich fährt, also zum Beispiel das Car­ven beherrscht, desto mehr Spaß hat man“, fügt er hinzu. „Der Hang ist einfach für alles geeignet, speziell auch für Skishows wegen seiner Gleichmäßigkeit.“ Und auch er hat eine Empfehlung für den Einkehrschwung parat. „Der führt entweder ins danebenliegende Gasthaus Schuster, in die gegen­überliegende Après Ski Bar Rudolph oder auf die Krinnenalpe, auf 1630 Meter hinauf.“

Wenn man Bertram Eberle auf seinem Lieb­lingshang begegnen will, sollte man die Abfahrt am Schachenlift zur Gondelbahn Füs­sener Jöchle nehmen, „das ist mein Favorit“. Der Leiter der Skischule Club Alpin in Grän, der auch als Skilehrerausbilder, Nordic-Walking Instructor sowie als Bergsport- und Skiführer unterwegs ist, empfiehlt diesen Hang, der in den Skikarten mit Blau für „leicht“ mar­kiert ist, „denn er ist breit und beginnt sehr flach. Das ist ideal für die „erste Abfahrt“ sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Außerdem liegt er immer in der Sonne – und sollten einmal wegen starkem Sturm alle Liftanlagen gesperrt sein: Mein Schachenlift läuft immer“, weiß er zu berichten.

Füssener Jöchle

Die bevorzugte Zeit für seine Abfahrt ist „natürlich gleich ab neun Uhr morgens, wenn die Piste noch frisch und unverspurt ist“. Wer es ihm gleichtun will, der braucht sich nicht als Profi zu beweisen, „denn auf die­sem Hang ist ab einem stabilen Pflugbogen der Fahrspaß garantiert“. Spaß und Gaudi verspricht auch Bertram Eberles Empfeh­lung für einen Einkehrschwung: „Der führt direkt ins Après Ski Lokal s’Um und Auf – weil’s auch direkt an dieser Piste liegt.“ Norbert Rief, Chef der Skischule Grän, sieht als seinen Favoriten ganz klar „die Talabfahrt in Grän: kupiertes Gelände, voller Sonnen­hang, verschiedene Geländeformen – das ist Abwechslung und Fahrspaß pur, vor allem früh morgens. Die ersten Fahrten sind immer die Besten.“ Um den ganzen Fahrspaß zu genießen, sollte man hier Paralellschwünge in langen und kurzen Radien beherrschen. Zum Einkehrschwung empfiehlt er „für Sonnenanbeter die Sonnenalm am Füssener Jöchle“. Er macht auch noch auf den extra abgesperrten Bereich an der Piste aufmerksam, „in dem die ganzen kleinen Skikinder in besten Händen sind“. Für die etwas größeren Kinder ist die Märchenwiese der absolute Anfängerhit.

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