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Feb

Die Zeit GINvoll nutzen – mache deinen eigenen Allgäu-Gin

Johanna Krauß

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experten-autor

Gin Tonic hat seit einigen Jahren Kultstatus erlangt und ist das Trend-Getränk. Eigentlich ganz einfach – Gin und Tonic. Jedoch werden hier schon die ersten von euch aufschreien und Einspruch einlegen. Denn ganz so einfach ist es nicht. Welcher Gin? Welches Tonic? Und was kommt dann noch als Garnitur dazu? Gurke? Zitrone? Oder doch der rosa Pfeffer?

Die Auswahl im Gin-Regal und damit auch die Anzahl der Manufakturen scheint geradezu täglich zu wachsen. Das könnte abgesehen von dem großen Interesse an dem Longdrink auch daran liegen, dass die Herstellung total einfach und die Möglichkeiten der Zusammensetzung scheinbar unerschöpflich sind. Gin wird nämlich nicht in dem Sinne gebrannt, man könnte es eher als eine Veredelung des Grundalkohols sehen. Hierzu wird ein neutraler Alkohol mit verschiedenen sogenannten „Botanicals“ angesetzt und für bestimmte Zeit ziehen gelassen. Die für den Gin typische Grundlage bei den Botanicals – also den zugesetzten Gewürzen – ist die Wachholderbeere, der Rest bleibt jedem selbst überlassen. Das kann ja nicht so schwer sein, haben wir uns gedacht und den Selbstversuch gestartet…

 

Für unseren Gin wollten wir eine besondere Allgäu-Note schaffen und da Latschenkiefer doch sehr dominant in seinem Geschmack ist, haben wir uns für das Gold des Allgäus – das Heu – entschieden. Eine Handvoll vom netten Bauern nebenan reicht vollkommen!

Als weitere Zutaten folgten:

  • 1 Flasche Wodka oder ein anderer neutraler Alkohol
  • 2 EL Wachholderbeeren
  • 1 EL schwarze Pfefferkörner
  • 1 EL Koriandersamen
  • 6 Kardamomkapseln
  • 2 Stangen Zimt
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Bio-Orange  

Das Ergebnis war – das möchte ich hier schon mal vorwegnehmen – sehr lecker, aber auch weihnachtlich. Die beiden Zimtstangen und der Kardamom haben sich im Gewürzgemenge deutlich durchsetzen können. Passt daher die Zutaten oder auch die Mengen einfach an, je nach Wunsch und Geschmack!

Zunächst die Orange und die Zitrone heiß abwaschen und 2-3 feine Streifen (ohne die weiße Haut darunter) mit einem Sparschäler abschälen. Die Wachholderbeeren in einem Mörser grob zerstoßen.

Achtung! Hierbei herrscht wirklich Durst-Gefahr! Der Geruch der Wachholderbeeren lässt euch bestimmt – genauso wie uns – das Wasser im Mund zusammenlaufen. Da es mit dem eigenen Gin ja noch ein bisschen dauert, ist es daher nicht schlecht einen Alternativ-Gin zur Hand zu haben und den ersten Gin-Durst damit zu löschen ;)

Anschließend die Wachholderbeeren, den Pfeffer, Kardamomkapseln, Koriandersamen und die Zimtstangen in einer Pfanne ohne Fett anrösten und gut abkühlen lassen.

Sucht euch eine ausreichend großes und verschließbares Gefäß. Zur Not könnt ihr auch eine Karaffe mit einem Bienenwachstuch abdecken. Hierein kommen nun alle eure Zutaten.

Das Ganze wird nun mit dem Wodka aufgegossen und muss dann zwei bis drei Tage ziehen, je nachdem wie intensiv ihr den Geschmack haben möchtet. Natürlich könnt ihr zwischendurch immer wieder probieren, um den idealen Moment zum Abgießen abzuschätzen.

Sobald ihr mit dem Geschmack eures Gins zufrieden seid, in ein Gefäß eurer Wahl abseihen. Achtet darauf, dass der Sieb nicht zu grobe Löcher hat. Ansonsten hilft hier auch einen Kaffeefilter oder ähnliches, denn gerade die zerstoßenen Wachholderbeeren sind zum Teil sehr klein und rutschen gerne mal mit durch.

Nun heißt es nur noch das passende Tonic zu finden… Und dann zum Wohl! Auf unseren Glücksmoment des Wochenendes!

 

Und wenn es doch mal schneller gehen soll oder ihr nicht das richtige Händchen bei der Zusammenstellung der Botanicals hattet, dann findet ihr auf unserer Homepage unter „Kurios und Regional“ auch den Heu-Gin der Allgäu Brennerei.

 

  1. Avatar Karin-und-Manni sagt:

    Oh Man da bekommt Lust auf mehr Super

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