14.

Jun

Schwäbischen Bauernhof Museum Illerbeuren - Radrunde Allgäu

Auf der Radrunde Allgäu von Illerbeuren nach Wolfegg

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Schwäbischen Bauernhof Museum Illerbeuren - Radrunde AllgäuNatur pur und Museum hoch ³

Die Radrunde Allgäu ist mehr als Radeln in schöner Landschaft: Wir waren auf der Tour durchs Allgäu unterwegs und haben für euch herausgefunden, was ihr auf der Radrunde entdecken könnt. Die Route von Illerbeuren nach Wolfegg  steht unter dem Motto „Museum hoch³“.

Die knapp 60 Kilometer der Etappe von Illerbeuren nach Wolfegg stand für uns ganz im Zeichen der Museen und des aktiven Lernens. Ob im schwäbischen Bauernhofmuseum Illerbeuren, in der Multimedia-Ausstellung Moor-Extrem in Bad Wurzach oder die Schwabenkinder-Ausstellung in Wolfegg: Mit immer wieder kleinen Rad-Strecken unterbrochen haben wir uns an dem Tag auf der Radrunde Allgäu viel weiter gebildet.  Landschaftlich gesehen sind wir öfter durch Wälder und über kleine Hügel gekommen, alles sehr landwirtschaftlich geprägt. Vorbei an Kuhweiden und Schafherden gings durch die recht flache Landschaft. Eine tolle, entspannte und lehrreiche Etappe.

Was es entlang der Radrunde Allgäu zu entdecken gibt

Schwäbisches Bauernhofmuseum Illerbeuren

Wohnstube im Schwäbischen Bauernhof Museum Illerbeuren - Radrunde Allgäu

Eine Wohnstube im Schwäbischen Bauernhof Museum Illerbeuren. Ein sehr lehrreicher Stopp entlang der Radrunde Allgäu.

Wer hier langweilige Texttafeln und Schaukästen erwartet, der irrt. Insgesamt 32 Gebäude aus verschiedenen Zeiten zeigen anschaulich und zum Anfassen wie vor hunderten Jahren Brot gebacken, Schuhe und Stoffe hergestellt oder Ackerbau betrieben wurde. Gleich nach dem Eingang des Museums steht die St.Ulrich-Sölde: Das Bauernhaus mit Stall ist tatsächlich aus Illerbeuren, steht also im Vergleich zu vielen anderen Häusern hier an seinem Original Platz.  Es zeigt Alltagsgegenstände aus vier Jahrhunderten. Wir fühlten uns, als würden wir bei den Menschen vor 200 Jahren zu Besuch kommen – das Haus ist komplett eingerichtet.

Richtig spannend wird es in dem Dorf aber im September zur Handwerkswoche: Da erwecken Handwerker wie Wagenbauer oder Schmiede das Dorf zum Leben und man kann zuschauen und mitmachen. Aber auch sonst ist das Bauernhofmuseum echt einen Ausflug wert – ob auf der Radrunde unterwegs, oder nicht.

Moor Extrem in Bad Wurzach

Unser nächster Stopp auf der Radrunde Allgäu war Bad Wurzach. Berühmt für sein inzwischen von der UNESCO geschütztes Hochmoor. Deswegen führte uns der Weg auch direkt in die interaktive Ausstellung „Moor Extrem“. An vielen Stationen wird hier sehr anschaulich erklärt, wie denn das Wurzacher Ried – also das Hochmoor – entstanden ist und was es bis heute bedeutet. Von der Gletscherbildung in der Eiszeit bis zum Naturschutzgebiet heute.

Jeder Besucher bekommt am Eingang einen Audioguide bzw. einen Kopfhörer, den man an jeder Station einstecken kann. Besonders cool für die Kids: an jeder Station gib es die Möglichkeit sich den Inhalt nicht vom normalen Sprecher, sondern von der kleinen Moorhexe erklären zu lassen. Einfacher, mit Witz und Spaß, wird das Moor so auch für die Kleinen echt ein Erlebnis. Und Ehrlich: Wir haben uns manche Stationen auch lieber von der kleinen Hexe erklären lassen. :P

Wer sich länger Zeit nehmen kann und will: Bei einem anschließenden Spaziergang durch das Moor lässt sich das in der Ausstellung gelernte in live beobachten.

Bauernhofmuseum Wolfegg

Schwabenkinder-Ausstellung im Bauernhofmuseum Wolfegg

Die Schwabenkinder-Ausstellung im Bauernhofmuseum Wolfegg.

Zum Abschluss unserer Etappe in Wolfegg waren wir noch im dortigen Bauernhofmuseum. Ganz besonders spannend hier: Die Sonderausstellung zu den Schwabenkindern. Wem dieses Kapitel der deutsch-österreichisch-schweizer Geschichte nichts sagt, dem sei ein Besuch der Ausstellung schwer ans Herz gelegt. Eine Einführung dazu gibt es unter www.schwabenkinder.eu.

Der ganze erste Stock des großen Museumshauptgebäudes ist nur diesem wichtigen Thema gewidmet. Mit vielen Texten, Multimedia-Stationen und Exponaten kann man sich in das Leben der schwer-arbeitenden Schwaben-Kinder hinein versetzen.

Essen und Einkehr – unsere Tipps für hungrige Biker

Cafe-Bummel durch Leutkirch

Durch den Ort Leutkirch sind wir wegen drohender Unwetterwolken recht schnell durch gedüst. Wer hier mehr Zeit hat, sollte mal absteigen und durch die hübsche Altstadt flanieren. Mit schön angelegten Blumentöpfen und süßen Geschäften und Cafés ist Leutkirch definitiv einen Spaziergang wert. Und bestimmt findet man dabei ein gemütliches Straßencafé.

Endlose Weiten im Allgäu entlang der Radrunde Allgäu

Nach Leutkirch haben sich die Gewitterwolken zum Glück wieder verzogen…

Schlosskeller in Kißlegg

Im Schlosskeller in Kißlegg lässt sich prächtig genießen. Neben selbstgebrautem Bier vom Chef persönlich kann man hier regionale Spezialitäten genießen. Die mit einigen Güte- und Qualitätssiegeln geprüfte Küche bietet alles was der hungrige Biker nach einer langen Etappe braucht. Donnerstags um 16 Uhr kann man auch an einer Brauereiführung teilnehmen.

Für die Nacht – hier könnt ihr auf der Radrunde Alläu gut schlafen

Truschwende4 in Bad Wurzach 

Schön schlafen kann man schon in Bad Wurzach – für alle, die lieber eine kürzere Etappe haben wollen. In der Truschwende4 lässt es sich wunderbar nächtigen. Der Bett & Bike  Betrieb fällt nicht nur durch moderne Zimmer auf, sondern auch durch eine tolle Sonnenterrasse.

Wolfegg – Gasthof zur Post

Wir haben im Gasthof zur Post in Wolfegg übernachtet. Eine wunderbar gemütliche Dorfpension mit einem hervorragenden Restaurant mit gut bürgerlicher und vor allem allgäuischer und schwäbischer Küche. Die Zimmer waren hübsch eingerichtet, das Frühstück Radler freundlich – also genug Kohlehydrate für den harten Tag. :P

Unser Lieblingsplatz auf dieser Etappe der Radrunde Allgäu

Der Stadtweiher von Leutkirch entlang der Radrunde Allgäu

Der Stadtweiher von Leutkirch entlang der Radrunde Allgäu. Auf jeden Fall einer unserer Lieblingsplätze!

Das war auf dieser Etappe gar nicht so einfach. Aber die Rast in der Sonne am Stadtweiher von Leutkirch war schon besonders schön. Die Füße fast im Wasser und bei einem Leberwurstbrot oder einem knackigen Apfel den Enten beim Balzkampf zuzusehen – einfach grandios. Wenn hier auch zwei Vorschläge erlaubt wären, dann wäre noch der Riedsee im Wurzacher Hochmoor zu nennen, an dessen Ufer man auch schön sitzen kann. Und die Stimmung im Moor ist schon eine ganz besondere…

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