27.

Aug

Alpakawanderung

An die Alpakas, fertig, los – Ein Spaß für die ganze Familie

Anke Hainzinger

Registrierter

experten-autor

Ganz so schnell ging es aber dann doch nicht. Angekommen am Allgäuer Alpakahof in Pfronten, wartete Familie Trenkle schon auf uns. Nach einer ausführlichen Einweisung und wichtigen Tipps zum Umgang mit den Alpakas machen wir uns auf den Weg Richtung Feld, wo uns die Alpakas schon neugierig beäugten. Da Alpakas Herdentiere sind und sich nicht freiwillig halftern lassen, war unsere erste Aufgabe, die Alpakas alle zusammen in eine Richtung zu führen und mit einem Strick die Flucht der flauschigen Vierbeiner zu verhindern. Birgit halftert ein Alpaka nach dem anderen und stellt uns jedes Tier einzeln vor. Wir dürfen uns das Alpaka aussuchen, mit dem wir die nächsten zwei Stunden Seite an Seite verbringen wollten.

Darf ich vorstellen: Mein Alpaka-Hengst Cesare

Alpakawandern

Nachdem nun alle Teilnehmer mit einem hübschen Alpaka ausgestattet sind, kann es endlich losgehen. Wie wir während des Halfterns der Alpakas erfuhren, gibt es eine gewisse Rangordnung beim Laufen. So marschierte Juppi, das Alpaka meiner Freundin, vorne weg und Cesare war nur knapp dahinter. Der Rest verteilt sich kreuz und quer, doch immer schön hinter Juppi – was doch recht lustig war zu beobachten. Man kann sagen Juppi hat seine Herde fest im Griff.

Alpakawanderung

Juppi und Lea an vorderster Front

 

Die Wanderung führt über Wald- und Wiesenwege durch den schönen Ortsteil Pfronten-Steinach. Die Tour verläuft im Allgemeinen sehr gemütlich und hat eine Länge von ca. 4-5 km. Vor allem am Anfang der Tour sind die Alpakas alle etwas zaghaft und müssen eher mehr angetrieben werden als dass sie selber laufen. Erst als wir die Hälfte der Route hinter uns hatten und die Alpakas den Heimweg erkannten, ging doch alles ein wenig flotter voran.

Birgit erzählt uns noch, dass Alpakas nicht gerne kuscheln bzw. gestreichelt werden. Das liegt daran, dass Alpakas keine Körperpflege durch die anderen Tiere kennen. Somit fällt Streicheln und Kuscheln leider aus. Doch wenn man dem Alpaka etwas Zeit gibt und respektvoll behandelt, gibt es doch den ein oder anderen Annäherungsversuch, wie beim Alpaka meiner Schwester – dem lieben Chico:

Er verteilt fleißig ein paar Küsschen an die geduldige Wegbegleiterin.

Hin und wieder spucken sich die Alpakas doch auch mal gegenseitig an, um sich zu ärgern. Spucken gehört bei Alpakas zum ganz normalen Sozialverhalten – allerdings nur untereinander. Also keine Sorge. Solange ihr euch nicht gerade dazwischendrängt oder ihnen das Futter wegesst, werdet ihr nicht angespuckt 😉.

Am Ende unserer Tour dürfen die Alpakas noch in den kleinen Bach am Weg springen. Wenn es recht warm ist, baden sie dort auch ganz gern und kühlen sich ab. Bei uns war es aber wohl leider doch etwas zu kühl um zu baden. Lediglich die Füße werden kurz abgekühlt und der Wasserhaushalt aufgefüllt oder auch reduziert.

Am Ende und natürlich auch während der Tour werden Fragen rund um das Alpaka beantwortet. Selbst die kleinen Fohlen dürfen wir noch bestaunen. Wer Lust hatte kann noch den Hofladen, mit vielen Produkten aus Alpaka Wolle, besuchen. Wozu die Wolle verwendet wird, haben wir auch durch unsere Gruppenführerin auf unserer 2 Stündigen Wanderung erfahren.

 

Mein Resümee: Eine Alpaka Wanderung hat etwas sehr Entschleunigendes und Beruhigendes. Was natürlich an den sanften Eigenschaften der Alpakas liegt. Dadurch finden auch Kinder schnell Freude an den freundlichen und gutmütigen Wesen. Deshalb eignet sich so eine Alpaka Wanderung auch für die ganze Familie. Also schaut doch mal auf einem der Alpaka Höfe im Allgäu vorbei und genießt die Wanderung mit den Tieren.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.