24.

Jul

Während der Wanderroute stießen wir immer wieder auf die Kühe auf den Almen

Zwei Tage Steinböcke sehen – eine Wanderung in die Allgäuer Alpen

Simone Zehnpfennig

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Eine Alpen-Wanderung mit der Familie… nicht gerade der Alltag von Jugendlichen.  Trotzdem konnte ich meinen 15jährigen Sohn überzeugen, mal wieder mit uns eine Bergtour zu unternehmen. Voraussetzung für ihn allerdings: keine flachen Wanderwege, lieber zum Bergsteigen und vor allem eine gute Berghütte am Abend.

Damit stand dann auch das Ziel der Wanderung in den Alpen fest:  die Steinbock-Tour , entlang des Heilbronner Wegs.

Die Wanderroute in den Alpen im Detail

Ausgangspunkt der Wanderung ist die Fellhornbahn, dort  haben wir das Auto stehen lassen und sind mit den Rädern entlang der Stillach bis nach Einödsbach geradelt.

Radfahren entlang der Stillach zum Einödsbach in den Allgäuer Alpen

Ab Einödsbach,  dem südlichsten ganzjährig bewohnten Ort Deutschlands auf 1.113 m Höhe, bestehend aus drei Anwesen, beginnt dann der Aufstieg.

Während des Aufstiegs

Die Wanderkarte griffbereit im Rucksack – aber die gute Beschilderung  macht sie bisher zumindest überflüssig.

Die Berghütte Petersalpe

Auf der Petersalpe dann die erste Rast: die Berghütte bietet den Wanderern Getränke zur Selbstversorgung an, gut gekühlt im Brunnen.

Kurz vor dem Ziel der Wanderung durch die Allgäuer Alpen

Schließlich das nächste Ziel vor Augen: Die Enzianhütte auf 1.804 m und von „Feinschmecker“ ausgezeichnet.

Dass die Berghütte zudem noch über Sauna, Whirlpool und Massage verfügt, interessiert uns heute nicht. Wir freuen uns auf den Wirt Daniel Schwegler, ausgebildeter Koch und Masseur, der mit Leib und Seele für die Gäste da ist – und entweder kocht oder müde Wanderer massiert, die auf dem Wanderung  durch die Alpen bei ihm die letzte Nacht in den Bergen verbringen.

An den Almen der Allgäuer Alpen laden Berghütten wie diese zum verweilen ein

Hier oben übernachten wir auch, im Zimmer.

Nach der Wanderung stärken wir uns in der Berghütte

Das Essen muntert Pascal auf, vor allem nach diesem Dessert!

Am nächsten Morgen geht es schließlich weiter;  der Blick zurück zeigt den Aufstieg  aus dem Stillachtal von Oberstdorf und den Grünten im Hintergrund.

Herrlicher Blick über die Almen und Berge der Alpen

Schließlich die nächste Berghütte in Sicht: die Rappenseehütte auf 2.091 m Höhe, die größte Schutzhütte des DAV.

Diese Hütten prägen das Landschaftbild der Allgäuer Alpen

Das Murmeltier ist Wanderer gewöhnt und lässt sich gerne fotografieren.

Diese Tiere zählen die Almen der Allgäuer Alpen zu ihrer Heimat

Selbst auf dieser Höhe gibt es Schumpen, wie die Jungtiere im Allgäu heißen. Sie erfrischen sich im Rappensee, so wie es einst Sebastian Kneipp auch beobachtete.

Entlang der Wanderung hatten wir einen Blick auf die Almkühe

Kein Wunder, dass der Allgäuer Bergkäse bei solch einem Futter würzig schmeckt!

Während der Wanderroute stießen wir immer wieder auf die Kühe auf den Almen

Ein weiterer Aufstieg in Richtung „Hohes Licht“ entlang der Wanderung in den Alpen geschafft. Noch einmal blicken wir zurück zur Rappenseehütte

Berge, Almen, Berghütten - diesen Tag werden wir so schnell nicht vergessen

Jetzt geht es richtig ans Bergsteigen.

Im August überraschte uns hier der Schnee in den Allgäuer Alpen

Selbst im August finden wir teilweise noch viel Schnee vor.

Im August ist es hier schneebedeckt

Das oberste Schild lässt hoffen: nur noch eine halbe Stunde! Wir ziehen übrigens wegen der intensiven Sonne und Reflexion unsere langärmelige Kleidung an, um am Berg keinen Sonnenbrand zu bekommen.

Gipfel des Berges erreicht - Das Hohe Licht auf 2.651 m

Unser Ziel für heute erreicht: das Hohe Licht auf 2.651 m und damit einer der höchsten Gipfel der Allgäuer Alpen.

Ein kritischer Blick: passe ich durchs Heilbronner Thörle? Der  Heilbronner Weg ist ein beliebter  Fernwanderweg, doch diesmal haben wir kaum Leute angetroffen.

Pascal in der Felsspalte eines Berges

Was Pascal lässig empfand, bedeutete für mich starke Überwindung. Einzig die Sicht über die Gipfel entschädigt.

Riskanter Trail auf dem Berg

Schließlich der Abstieg über die Bockarscharte. Wir sind gespannt auf die Steinböcke, die wir dann auch sehen.

Pascal beim Abstieg

Pascal freut sich aber mehr über die Aussicht im Waltenberger Haus, eine DAV-Berghütte, einkehren  zu können. Die Scharte schaut übrigens auf der Wanderkarte ganz anders aus, zumindest wie die Wanderwege eingezeichnet sind. Hier hat man den Eindruck, einem großen Schlund entgegen zu wandern.

Man muss schon genau hinsehen um die Steinböcke zu sehen. Hier die Jungtiere, die Pascal mit Begeisterung zählt.

Steinböcke in der Berglandschaft der Allgäuer Alpen

Hubschrauber beim Waltenberger Haus

Das Waltenberger Haus, eine ursprüngliche Berghütte, wird mit dem Hubschrauber versorgt. Unsere letzte Rast am Berg, bevor es die letzten Stunden hinab ins Tal geht, wieder zum Berggasthof Einödsbach, zur allerletzten Einkehr.

  1. Avatar c.Eisenhofer sagt:

    Der Film ist wunderbar und die Kuh mit Glocke und Blumenlecken gefiel mir besonders—so ist halt das Allgäu! Herzlichst christl

  2. Avatar c.eisenhofer sagt:

    Alles wunderschön!

  3. Ja, da kann ich nur zustimmen, das Allgäu ist wunderschön.

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