27.

Jul

Blick über Kaufbeuren vom Klosterberggarten auf der Radrunde Allgäu.

Die Radrunde Allgäu von Füssen – Bad Wörishofen

Die 2 Abenteurer

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Ein Allgäuer Städte-Trip

Die Radrunde Allgäu ist mehr als Radeln in schöner Landschaft: Wir waren auf der Tour durchs Allgäu unterwegs und haben herausgefunden, was ihr auf der Radrunde alles entdecken könnt. Auf der Route von Füssen nach Bad Wörishofen dominieren vier Allgäuer Städte in denen es viel zu entdecken gibt.

Von Füssen nach Bad Wörishofen haben wir schon gespürt: Die Tour geht zu Ende. Es fühlt sich wie ein Endspurt an. Die Hügel sind nicht mehr so groß. Eigentlich geht es nur bergab. Auch landschaftlich ändert es sich von den saftigen grünen Bergwiesen wieder hin zum traditionellen Ackerbau und Rapsfeldern rund um Bad Wörishofen. Trotzdem lässt sich entlang der Route noch jede Menge entdecken: Ob gleich zu Beginn der Forgensee und das Festspielhaus in Füssen, ein Stadtbummel durch Kaufbeuren oder eine Entdeckungsreise in die Kneipp-Philosophie in Bad Wörishofen. Vieles lässt sich entdecken, und wir haben uns treiben lassen.

Die Fünf Kneipp-Säulen im Kurpark Bad Wörishofen an der Radrunde Allgäu.

Wieder was gelernt: Die Fünf Kneipp-Säulen im Kurpark Bad Wörishofen.

Was es entlang dieser Etappe zu entdecken gibt

Füssener Festspielhaus und Forgensee

Nach dem Verlassen der Altstadt führt der Weg der Radrunde Allgäu am Festspielhaus und am Forgensee vorbei. Im Festspielhaus wird das Musical „Ludwig II.“ aufgeführt. Wer die Chance auf einen Besuch hat, sollte sie nutzen: Es lohnt sich. Aber auch ein Spaziergang am oder eine Bootsfahrt auf dem Forgensee sind zu empfehlen. Man kann hier zwischen kleiner (55 Minuten) und großer (zwei Stunden) Schiffrundfahrt wählen. Wunderbare Blicke auf das Schloss Neuschwanstein und auf die Stadt-Silhouette von Füssen sind sicher.

Marktoberdorf – eine lange Geschichte

Der Blick über Marktoberdorf (Foto: Christoph Jorda)

Marktoberdorf hat dank seiner über 700-jährigen Geschichte einiges Sehenswertes. Das alte Rathaus und ein Bummel über den Marktplatz sollten auf jeden Fall auf dem Programm stehen. Barockfans würden wir einen Besuch der Stadtpfarrkirche Sankt Martin empfehlen. Wer noch etwas mehr Zeit hat, könnte einen Abstecher zum Schloss (Sitz der Bayerischen Musikakademie) machen. Von hier aus beginnt auch die Lindenallee mit Aussicht auf die Alpen und die Stadt Marktoberdorf. Anschließend geht es weiter nach Kaufbeuren!

Kaufbeuren – Türme und Mehr

Der traumhafte Marktplatz Kaufbeuren auf der Radrunde Allgäu.

Der traumhafte Marktplatz Kaufbeuren – perfekter Ausgangspunkt für einen Stadtbummel.

In Kaufbeuren ist vor allem die Altstadt sehenswert. Aber auch der Park lohnt sich für eine Verschnaufpause. Für die Stadt, die bei den Allgäuern „Beira“ heißt, solltet ihr euch etwas Zeit nehmen. Wir waren ein paar Stunden da. Ein Bummel durch die Fußgängerzone ist nämlich ebenso lohnenswert wie ein Spaziergang hinauf durch den Klosterberggarten zur alten Stadtmauer und dem Fünfknopf-Turm. Insgesamt ist Kaufbeuren die Stadt der Türme. Ob Pulverturm, Gerber-Turm oder der vorher genannte Fünfknopf-Turm (der leider gerade eingerüstet war): Hier stehen historische Denkmäler. Der zuletzt genannte Fünfknopf-Turm war bis 2014 noch bewohnt und ist das Wahrzeichen der Stadt. Bei einer Stadtführung lassen sich die Türme und die alte Stadtmauer genauer erkunden.

Bad Wörishofen – Kneipp und Therme

Der Barfuß-Pfad im Kurpark Bad Wörishofen an der Radrunde Allgäu

Der Barfuß-Pfad im Kurpark Bad Wörishofen. Super Erholung für die Füße!

Wer bei dem Namen „Bad Wörishofen“ an alte Kurgeschichte und Seniorenteller denkt, der liegt damit sicherlich nicht völlig falsch – dennoch: Kneipp ist jung. Bei einem Spaziergang durch den Kurpark auf dem Barfuß-Pfad konnten wir viel über die Philosophie von Sebastian Kneipp lernen: Wasser, Bewegung, Ernährung, Pflanzen und Balance. Viele Kernpunkte in Kneipps Programm klingen nach den heutigen Gesundheitstrends: Barfuß-Gehen und Bewegung, gesunde Ernährung und Heilkräuter, Innere Ruhe und Ordnung und natürlich: Das Wasser. Zur inneren und äußeren Anwendung.

Wer das nicht im Kurpark erleben will, dem sei die Therme Bad Wörishofen ans Herz gelegt. Wir haben uns in dort in der Sauna- und Vitalwelt nicht nur von den acht Tagen auf der Radrunde Allgäu erholt. Wir haben dort auch viel über Kneipp und dessen Ideen lernen und es auch gleich live ausprobieren können.

Unsere Tipps für hungrige Biker auf der Radrunde Allgäu

Marktoberdorf – Burger und Greinwald

In Marktoberdorf lässt sich prächtig tafeln. Zum Beispiel beim Gasthof „Zum Burger“. Hier gibt’s nicht nur leckeres, selbst gebrautes Bier, sondern das Beste aus Schwaben und Altbayern. Ob XXL-Schnitzel, Kässpatzn oder Wirsingstrudel – hier kommt jeder auf seine Kosten. Und gemütlich sitzen lässt es sich beim Burger auch.

Im Cafe Greinwald solltet ihr für das Dessert vorbei kommen: Torten, Kuchen und Pralinen sind Stadtbekannt und auch bei den Einheimischen beliebt. Nicht umsonst. Auch ein guter Tipp für eine Kaffee-Pause.

Wer abends in Marktoberdorf ist: Es gibt auch eine kulinarische Stadtführung. Infos dazu gibts bei der Touristen-Info.

Kaufbeuren – Gasthof Engel

Wenn’s in Kaufbeuren was zum Schmausen sein soll, dann empfehlen wir das Gasthaus Engel. Seit beinahe 500 Jahren existiert der Gasthof an dieser Stelle. Seit sieben Generationen sorgt sich die Familie Martin um das Wohl der Gäste. Ob klassisch schwäbisch-allgäuerisch oder auch mal ein indisches Curry von der Tageskarte: Hier findet jeder was.

Hier könnt ihr auf der Radrunde Allgäu gut schlafen

Bad Wörishofen

Das Kneipp und Kurhotel Steinle in Bad Wörishofen ist nicht nur ein zertifizierter Bett & Bike-Betrieb – hier könnt ihr euch nach einer langen Radtour auch schön entspannen. Im Herzen von Bad Wörishofen könnt ihr neben tollen Zimmern auch noch in der Sauna oder im Schwimmbad relaxen. Auf Wunsch werdet ihr auch gerne zum Bahnhof gefahren.

Unser Lieblingsplatz auf dieser Route der Radrunde Allgäu

Blick über Kaufbeuren vom Klosterberggarten auf der Radrunde Allgäu.

Der tolle Blick über Kaufbeuren vom Klosterberggarten.

Unser Lieblingsplatz hier ist ausnahmsweise nicht in der Natur – er ist Mitten in der Stadt. Von einer Bank im Klosterberggarten oberhalb von Kaufbeuren kann man wunderschön über die ganze Stadt und ihre Türme blicken. Nach einer Pause im Schatten könnt ihr dann erholt auf der Radrunde Allgäu weiter radeln.

  1. Norbert Köser sagt:

    Ein zweiter Blick oder auch ein etwas genauerer auf Marktoberdorf, und nicht ganz so oberflächlich, wie in diesem Blog, hätte Ihnen einige interessante und bemerkenswerte Kleinode gezeigt. Die Stadt ist nicht umsonst die Kulturstadt des Allgäus und entwickelt sich immer mehr zu einem touristischen Anziehungspunkt. Das „modeon“/Veranstaltungshaus der Stadt bietet über das gesamte Jahr verteilt ein hervorragendes kulturelles Angebot. Die Festivals „Internationaler Kammerchorwettbewerb“ und „Musica Sacra“ zu Pfingsten haben hier ihre Heimat und sind weltweit bekannt. Die Bayerische Musikakademie im Hohen Schloss findet ihren Ursprung in der Zeit des Clemens Wenzeslaus von Sachsen (Kurfürst von Trier und Fürstbischof von Augsburg von 1768 bis 1812). Und „seine Kurfürstenallee“, eine Lindenallee von 1,9 km Länge, ist von europäischem Rang. Der Barockbau der Stadtpfarrkirche Sankt Martin ist ein Juwel unter den Allgäuer Kirchen und wurde von dem berühmten Baumeister Johann Georg Fischer in den Jahren 1732 – 1734 geschaffen. Dieses kann man alles nicht sehen und erfahren, wenn man nur flüchtig über den Marktplatz bummelt. Auch industriell hat Marktoberdorf einen „Leckerbissen“ zu bieten. Hier wurde 2012 durch den Traktorenhersteller Fendt das modernste Traktorenwerk der Welt eröffnet, und in dessen Forum kann man viel über die Firma erfahren und sich all die interessanten Ausstellungsstücke anschauen.
    Ein wenig mehr Mühe und weniger Oberflächlichkeit hätte Marktoberdorf in Ihrem Blog den Stellenwert gegeben, den es verdient hat!

    • Lieber Herr Köser,

      vielen Dank für die weiteren Tipps. Für Radler, die auf der Radrunde unterwegs sind, ist die Zeit leider etwas knapp: Wenn man an einem Tag 60 Kilometer zurück legt und 4 Städte anschauen möchte, bleibt jeweils leider nicht so viel Zeit. Da kann man einige Stationen leider nur oberflächlich kennen lernen.

      Wir haben auf dieser Etappe einfach etwas andere Prioritäten gesetzt. Aber wir sind uns natürlich auch sicher: Hätten wir einen ganzen Tag in Marktoberdorf gehabt, wäre uns auch nicht langweilig geworden.

      Und einige Radler können jetzt dank Ihrer Tipps noch mehr entdecken.

      Danke dafür

      Liebe Grüße
      Andrea & Bene
      Die 2 Abenteurer

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