23.

Sep

Entlang des Alpsees zum Alpseecoaster: Familienradtour der Radfamilie Dentsoras

Elisabeth Dentsoras

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experten-autor

Nachdem die ersten Ferientage wettertechnisch scheinbar aufholen wollten, was uns die letzten Wochen an Sonnenschein verwehrt geblieben war, brachen wir auch heute wieder auf, um eine weitere unserer Familienradtouren anzugehen und neue Radwege kennenzulernen. Unsere heutige Strecke sollte von Immenstadt entlang des Alpseeufers bis nach Ratholz führen, wo uns die Alpsee Bergwelt mit einer Sesselbahn, verschiedenen Spielplätzen und natürlich dem Alpseecoaster, der längsten Sommerrodelbahn Deutschlands, erwartete.

Nachdem wir diesen, laut Wettervorhersage heißen, Tag im Freibad am kleinen Alpsee ausklingen lassen wollten, beschlossen wir, direkt am Parkplatz des Freibads am Ortsausgang von Bühl zu parken und den Weg von Immenstadt bis Bühl mit dem Auto abzukürzen. Falls eine Familie jedoch beispielsweise plant, samt Fahrrädern mit dem Zug anzureisen, so ist der Bahnhof in Immenstadt in unmittelbarer Nähe der Wege zum Alpsee; beispielsweise erreicht man nach dem Überqueren des Viehmarktplatzes direkt den Radweg nach Bühl; eine weitere Option besteht darin, die Straße Richtung Missen/kleiner Alpsee zu nutzen, die auch direkt nach dem Ortsende einen Fahrradweg hat und damit auch für Kinder verkehrssicher zu nutzen ist.

Unser Weg führte uns über einen Radweg, der direkt am Parkplatz des Freibads begann, direkt nach Bühl, von wo aus die Radstrecke Richtung Ratholz gut ausgeschildert ist. Der gesamte Weg führt entlang des rechten Alpseeufers und ist eine verkehrsberuhigte Straße, die tatsächlich nur von wenig Verkehr befahren wird. So war ein entspanntes Radeln entlang des Sees möglich und trotz kleiner Steigungen war kaum eine Pause bis nach Ratholz nötig. Zwar ist der Zugang zum See aufgrund der Bahnstrecke, die zwischen Seeufer und Radstraße verläuft, nicht möglich, aber im Anschluss an die Tour bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, den Alpsee besser kennenzulernen – ob im Wasser oder auf dem Wasser, z.B. mit einem Tretboot, das in Bühl zu mieten ist.

In Ratholz angekommen waren wir sehr froh zu sehen, dass wir unsere Räder nicht über die befahrene B 308 schieben mussten, sondern dass mitgedacht wurde und eine Unterführung zwischen Ratholz und der Alpsee Bergwelt vorhanden ist. Zwar ist die Unterführung nur für Fußgänger zugelassen, so dass Radfahrer absteigen und schieben müssen, aber das haben wir gerne in Kauf genommen.

An der Talstation der Alpsee Bergwelt angekommen mussten wir uns in die lange Warteschlange einreihen, die sich bei dem heutigen schönen Wetter gebildet hatte. Nach ca. 30 Minuten konnten wir aber dann dort die Auffahrt zur Bärenfalle im Doppelsessellift beginnen und kamen nach kurzer Zeit erholt bei der Bergstation an. Dort führte uns ein kleiner Fußmarsch, vorbei an vielen Alpakas und Ziegen sowie dem Berggasthof Bärenfalle, in Richtung des Spielplatzes, der samt Gastronomiebereich und dem Alpakagehege als „Abenteuer Alpe“ bezeichnet wird. Highlight dieses Bereichs ist sicher der Besuch des Spielplatzes, der mit überlebensgroßen Holztierfiguren lockt und von Rutschen bis Wasserspielen ein sehr großes Angebot hat. Allerdings sollte man beachten, dass der Spielplatz eintrittspflichtig ist (6€ pro Kind); die Bänke des Gastronomiebetriebs „Abenteuer Alpe“ ermöglichen Eltern größerer Kinder auch, ihren Nachwuchs alleine in die Spielwelt zu schicken und bei einem Getränk auf sie zu warten.

Anlage „Abenteuer Alpe“ mit Alpakagehege

Eine weitere Möglichkeit zur Freizeitgestaltung ab der Bergstation ist der Besuch des Klettergartens Bärenfalle. Wir waren allerdings durch den Spielplatz des „Abenteuer Alpe“ sowie durch das Beobachten der Alpakas recht erfüllt, so dass dieser Besuch bis zu unserer Rückkehr warten muss.

Eingang bei der Erlebniswelt „Abenteuer Alpe“

Die ersehnte Abfahrt im Deutschlands längster Sommerrodelbahn stand nun bevor. Leider mussten wir aufgrund des großen Andrangs auch hier fast 40 min. auf unsere Abfahrt warten (Achtung – Rucksäcke an der Liftstation abgeben, werden in’s Tal befördert, aber es wird keinerlei Haftung übernommen!). Kinder dürfen ab 3 Jahren rodeln, und bis 8 Jahre müssen alle Kinder bei einem Erwachsenen mit im Rodel sitzen. Da streng auf den eingehaltenen Abstand zwischen den Rodeln geachtet wird und das Beschleunigen und Verlangsamen an einigen steilen Stellen durchaus anspruchsvoll ist, waren wir mit dieser Regelung sehr einverstanden und froh, unsere Kinder mit bei uns in den Rodeln zu haben. Bei der Abfahrt waren wir durch die Mengen der rodelfreudigen Menschen in der Bahn in unserem Tempo eingeschränkt, genossen aber somit während der Fahrt den wunderschönen Ausblick umso mehr.

Unten angekommen und wieder mit unserem Rucksack ausgestattet machten wir uns mit unseren Rädern bereit zur Rückfahrt in Richtung Bühl. Die Kinder freuten sich bereits in Ratholz auf das erfrischende Nass, da es mit 36 Grad ein außerordentlich heißer Tag war.
Ausblick von der Bergstation Bärenfalle

Der Besuch im Freibad am kleinen Alpsee lohnt für alle Altersgruppen, da mitten im See ein Sprungturm mit 1,3 und 5m-Brett ist, sehr zur Freude unserer Kinder. Zusätzlich zum See bietet das Bad ein beheiztes Kinderbecken sowie ein großes, beheiztes Schwimmbecken an. Natürlich ist auch ein Babypool für die Allerkleinsten vorhanden. Die Kombination von Natur und beheiztem Bad gefiel uns allen sehr, und so konnten wir in verschiedenen Variationen den Tag im kühlen Nass ausklingen lassen.

Insgesamt können wir die Tour entlang des großen Alpsees für Familien mit Kindern aller Altersstufen uneingeschränkt empfehlen, da die Strecke kurzweilig und gut zu bewältigen ist. Ebenso können an der Alpsee Bergwelt Familien mit Kindern jedes Alters einen schönen Tag erleben – wir hatten einen ebensolchen heute!

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