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Sep

Kulinarik im Allgäu. Der Bäcker Mayer in Isny – ein Familienbetrieb mit Zukunft

Susanne Baade und Dirk Lehmann

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Die kulinarische Kompetenz des Allgäus. Wir besuchen Orte, die eine Entdeckung für Genießer sind. Restaurants, Cafés, Bistros, Produzenten, die auf ihre Weise für gute Küche stehen. Zum Beispiel der Bäcker Mayer in Isny. Ein Familien-Unternehmen mit viel Tradition und noch mehr Trend-Bewusstsein…

 

Manchmal erweist sich das vermeintlich Einfache als großes Handwerk. Und das Gutgemachte ist vor allem eins: gut. Vielfach aber, und das ist das Dilemma des Mensch-Seins, loben wir lieber das Neue. Das gilt umso mehr für das Internet-Zeitalter, der homo smartphonensis scheint ein besonders flüchtiger Zeitgenosse zu sein, den man nur mit starken Reizen erreicht. Das Besondere im Alltäglichen nimmt er nach einiger Zeit kaum noch wahr. Gepaart mit dem Hang zur Pfennigfuchserei kann das durchaus gravierende Folgen haben. Und plötzlich kaufen alle Brötchen, die nur aussehen wie Brötchen.

Doch hier geht es gar nicht um Fake-Brötchen…

Doch geht es hier gar nicht um Fake-Brötchen. Sondern vielmehr um den Umstand, dass jeder Trend einen Gegentrend hat. Und im Windschatten der Bäckereien-Krise, der in Deutschland so mancher Betrieb zum Opfer gefallen ist, haben sich einige Bäcker ihrer Qualitäten besonnen. Sie überzeugen mit gut gemachten Produkten und überraschenden Innovation. Und so kommt es, dass wir an diesem wundervollen Spätsommerabend ganz entspannt in einem lichten Ladenlokal in der Innenstadt von Isny sitzen. Vor uns – wohl gelaunt, zufrieden, voller Zuversicht – der gesamte Vorstand vom Bäcker Mayer.

 

 

Vorstand? Keine Organisationsstruktur ist so komplex wie die eines Familienunternehmens. Oft genug tun sich die Mitglieder der verschiedenen Generationen schwer damit, ihre jeweilige Rolle zu finden. Doch der Bäcker Mayer präsentiert sich gut aufgestellt. Es gibt einen Patron, der für die guten alten Zeiten steht, liebevoll gehegt wird und sichtlich zufrieden wirkt. Ein Teil der Familie kümmert sich um Vertrieb und Marketing, einer um die Logistik, der andere um Social Media, und einer backt. Und der hat offenbar das Glück in den Händen.

Regionalität und Innovation – es klingt so einfach…

Als Andreas Mayer damit begann, Brezn aus Dinkelmehl herzustellen, gab es kaum einen Profi, der ihm nicht davon abriet. Inzwischen sind die Backwaren aus dem gar nicht so leicht zu verarbeitenden Mehl so beliebt, dass der Bäcker Mayer einen nahen Landwirt überreden konnte, diese Weizenart eigens anzubauen. Einen Großteil ihrer Zutaten beziehen die Mayers aus der Umgebung – das Mehl, den Käse, die Wurst, Obst und Gemüse. Denn in den 27 Filialen des Bäckers kann man auch Frühstücken, Snacks kaufen, Kuchen essen, Kaffee trinken.

 

 

Regionalität und Innovation. Es klingt so einfach, wenn die Mayers in ihren weißen Firmen-Polos vom Geheimnis ihres Erfolges reden. Wie sie irgendwann angefangen haben, nicht nur die Creme- und Puddingfüllungen selbst herzustellen, sondern auch ihre Marmeladen einzukochen. Sogar die Pizza-Sauce stammt aus eigener Produktion. Weil die Zutaten stimmen. Weil die Qualität besser kontrolliert werden kann. Weil es einfach leckerer ist. So lässt man sich an diesem heiteren Nachmittag einen Löffel Erdbeer-Marmelade auf ein buttrig-duftendes Croissant tropfen – und denkt: Was ein Segen, wenn eine Region so etwas hat.

 

 

 

Service

Qualität ist geil. Der Bäcker Mayer: 27 Filialen und ein Online-Shop.

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Kulinarik im Allgäu. Im Allgäuer Alpenblog berichten wir über die Genuss-Orte der Region.

 

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