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Ifen Skigebiet 46,50 € Tageskarte inkl. Zugticket ab Stuttgart, Nürnberg oder Augsburg

Skifahren ohne schlechtes Gewissen? Geht.

Simone Zehnpfennig

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Zu recht wird der Klimawandel diskutiert: Wir brauchen Unmengen an Energie und Ressourcen für unser komfortables Leben. Das fängt an bei der täglichen Fahrt ins warme Büro und endet bei der Bestellung im Internet.  Doch immer mehr Menschen und Unternehmer denken um. So auch Bergbahnen und Skigebiete im Allgäu. Sie ermöglichen uns Skifahren ohne schlechtes Gewissen und bieten uns Erlebnisse, von der Familien, Freundeskreise und Sportler noch jahrelang zehren. Sie sind nachhaltiger als alles, was man mal so schnell übers Internet konsumieren kann und ebenso schnell wieder vergessen ist. Nicht aber der Skitag, wo der Wechsel zwischen Schneefall und Sonnenschein zu Frust und Freude führte und niemals die Kässpatzen so gut schmeckten! Zudem ist es nicht der Skitag, sondern die Anreise, welche die CO2-Bilanz belastet. Doch mit dem Allgäu-Schnee-Express erreicht man für 46,50 € das Allgäu, Zug- und Skiticket inklusive.

 

Skifahren Hütteneinkehr

Faszination Schnee
Schnee fasziniert. Darüber gibt es sogar tiefenpsychologische Abhandlungen, wobei die Erklärung doch so einfach ist: Der lautlos fallende Schnee deckt alles zu. Eine Märchenlandschaft entsteht und unsere Alltagsprobleme scheinen weit weg. Der Schnee dämpft das tägliche Treiben, lässt sanft verschwinden, was manchmal unschön ist und zaubert neue Formen.

Momente im Schnee berühren, wissenschaftlich erforscht

Das musste mir kein Professor erklären, wie auf dem Wintersportkongress, aber vielleicht sind wir Allgäuer auch einfach zu verwöhnt und genießen das Gefühl auf Ski und im Schnee.

Skating Kurs mit Evi Sachenbacher-Stehle

Skifahren macht glücklich, so wie jede Bewegung im Schnee

Zudem bildet er eine unglaubliche Unterlage: Auf Schnee lässt es sich rasch und fast schon schwerelos gleiten. Schnee knirscht, die Kälte erzeugt ein intensives Körpergefühl, welches wohltuend aufgehoben wird, wenn der Körper schließlich ganz warm von der Bewegung im Schnee ist. Wie beispielsweise nach einem Lauf auf der Loipe, beim Skaten oder wenn man mit dem Schlitten den Berg hinauf stapft. Auch ist niemals der Kontrast so groß zwischen Tag und Nacht wie an einem sonnigen Wintertag in einem Hochtal der Allgäuer Alpen. Tagsüber ein blendendes Weiß, nachts eine tiefdunkle, glitzernde Nacht. Bewegung im Schnee vereint Natur- und Gesundheitsurlaub,  befreit Geist und Seele von Alltagssorgen.

Warten auf den Rest

Skifahren fördert Koordination, ist generationsübergreifend, gesund und macht Spaß. Und Skifahren macht glücklich. Das haben Wissenschaftler herausgefunden. Der sogenannte „Flow“, Konzentration kombiniert mit einer Tätigkeit die Spaß macht, sorgt für höchste Zufriedenheit. „Das Gefühl, besonders stark in einer körperlichen Aktivität involviert zu sein, die einem Spaß bereite, könne die positive Sicht auf das Leben fördern. Selbst seltenere Ski-Ausflüge üben einen positiven Einfluss auf die Sportler aus“, schreiben die Forscher im Fachblatt Applied Research in Quality of Life. Kann man sich gut vorstellen – selbst wenn man selten beim Skifahren ist – allein die Pause auf der Sonnenterrasse mit Blick in die verschneite Bergwelt sorgt für glückliche Momente. All diese Glücksmomente, die positiven Erlebnisse die ganze Familien vereinen, kann ein Skiurlaub im Allgäu vermitteln.

Skifahren Oberstdorf

Mitfahrerzentralen und ressourcenschonende Beschneiung
Zu guten Bergbahnen gehört das ganze Servicepaket, angefangen von Schließfächern, Skiverleih, guter Gastronomie mit regionaler Küche bis hin zu gepflegten Pisten. Wenn der Naturschnee nicht flächendeckend ausreicht, setzen die Skigebiete zur Beschneiung immer effizientere Maschinen ein: Es wird weniger Wasser und Energie gebraucht, wobei die Energie aus regenerativer Energie kommt, im Allgäu aus Sonne und Wasserkraft. Zudem verbraucht die Beschneiung von 20 Hektar genauso viel wie ein Ferienflieger von Stuttgart nach Mallorca und zurück.   Zum Vergleich: Das Skigebiet Hindelang / Oberjoch verfügt insgesamt über 22 Hektar, aber nur ein Teil ist tatsächlich beschneit. Und noch ein Aspekt ist wichtig: Im Gegensatz zu beispielsweise Frankreich darf bei uns nur Wasser gefroren und vernebelt werden, was dann als technischer Schnee auf der Piste liegt. Woanders hingegen setzt man dem Wasser Keime hinzu, um den Gefrierpunkt zu senken.
Grafik Energieverbrauch
Schnee-Express-Allgäu: für nur 46,50 € Zug- und Skiticket inklusive
Der CO2-Fußabdruck zeigt deutlich: Nicht die viel kritisierte Beschneiung ist das Energie –Problem, sondern die Anreise. Ob auf  Skitour, in der Loipe oder mit Schneeschuhen – das Ziel ist gleich.  Für einen Skifahrer werden im Skigebiet Fellhorn/Kanzelwand 16 kwh aufgebracht. Das entspricht der Reichweite eines Mittelklassewagens von 26 Kilometer und entspricht dem CO2-Verbrauch von 2 % . Zwischen 75 und 78 % des CO2-Verbrauchs entfallen auf die Anreise, rund 20 auf die Übernachtung.  Bergbahnen verfügen heute über ein intelligentes Energie-Management unter Nutzung regenerativen Energien, E-Pisten-Raupen bis hin zum Einsatz von Wärmetauschern.
Doch auch um eine umweltverträgliche Anreise kümmern sich die Bergbahnen. Sie bieten beispielsweise Mitfahrerzentralen an. So muss nicht jeder einzeln anreisen, was richtig viel CO2 einspart. Auch bietet Oberstdorf ein spezielles Bahnticket an: Mit dem Schnee-Express-Allgäu für 46,50 € gibt es das Zug- und Skiticket inklusive – natürlich auch inklusive Bustransfer ins gewünschte Skigebiet.  Und das ab Stuttgart, Nürnberg oder Augsburg mit vielen Zustiegsmöglichkeiten. Ein, wie ich meine, unschlagbar gutes Angebot. So lässt es sich ohne schlechtes Gewissen skifahren. Übernachtungsgäste können im Allgäu  auf ihr Auto verzichten: Die Gästekarten im Ostallgäu, die Königscard und die Hindelang Plus Card ermöglichen eine kostenlose Anfahrt mit dem ÖPNV. Auch die Walser Card und die Oberstaufen PLUS Card bieten Ermäßigungen für Bus und Bahn.
Spitzensportler bekennen sich zur Nachhaltigkeit

Der unlängst in Oberstdorf stattgefundene Wintersportkongress DeinWinter.DeinSport zeigte deutlich, dass sich sowohl Leistungssportler als auch Bergbahnbetreiber mit dem Klimawandel auseinandersetzen. So plädierte die Telemark-Weltmeisterin Johanna Holzmann, die ihren Sport besonders wegen des Gefühls der Freiheit liebt, Trainings- und Wettkampfeinheiten an die Schneeverhältnisse anzupassen. „Wir Telemarker starten erst im Januar in die Weltcup-Saison. Deshalb müssen wir nicht schon im Sommer auf den Schnee“, erklärt sie. Und die Nordische Ski-WM 2021 baut nicht nur nachhaltig für künftige Nachnutzung der Anlagen wie Johannes Rydzek berichtet, sondern im Eintrittsticket ist das ÖPNV-Ticket enthalten.

Diskussion mit Sportlern zur Nachhaltigkeit

Wintersportverbände haben sich sogar verpflichtet, nachhaltig zu handeln. Orte für Trainingslager sollen überprüft und Fahrgemeinschaften gebildet werden. Ein kritischer Dialog ist durchaus erwünscht.

 

Naturschutzregeln „Dein Freiraum. Mein Lebensraum“ für Wintersportler

Das Allgäu bleibt sich trotz des Wandels treu. Wintersport entwickelt sich weiter und die Zusammenarbeit mit Naturschutzorganisationen wird intensiviert. Bestes Vorzeigeprojekt ist der geschützte Scheidtobel im Skigebiet Fellhorn: Verbunden mit einer Aufklärungskampagne zum Schutz der Tiere, aber auch durch Aussprechen von Bußgeldern, ist es gelungen, die Population der Rauhfußhühner zu vergrößern. „Die Tiere haben sich längst an den Bergbahnbetrieb gewöhnt. Sie wissen dass sie in der Dämmerung ungestört sind. Sie suchen auf der Sonnenterrasse des Bergbahnrestaurants nach Krümeln. Nichts ist Schlimmer für sie als individuelle Skitourengeher, welche weder zeitlich noch räumlich vorhersehbar sind und dadurch ständig die Tiere unter Stress setzen“, erklärt Biologin Julia. Dass die Allgäuer Natur erhalten bleibt, dafür sorgen Biologen und Gemeinden unter anderem mit dem Projekt „Respektiere deine Grenzen. Dein Freiraum. Mein Lebensraum“. Sie versuchen den Konflikt zwischen Mensch und Natur zu entschärfen, denn der Mensch ist durch sein Freizeitverhalten Teil der Natur- und Kulturlandschaft geworden. Wie das gelingt, zeigen spezialisierte Naturparkranger, Tafeln und Karten, auf denen Wildruhezonen verzeichnet sind und Skitourengeher bitten, diese Zonen zu meiden.

Grenzen respektieren

 

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