26.

Aug

Im Duftort Oy Mittelberg mit allen Sinnen Kneippen

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Das Kneippsche Gesundheitskonzept besteht insgesamt aus fünf Säulen: Wasser, Kräuter, Bewegung, Ernährung und Innere Ordnung. All diese Elemente können auf einer normalen Wanderung erlebt werden, man muss nur mit seinen Sinnen bewusst die Umwelt wahrnehmen. Ich hab’s im Rahmen einer Pressereise, auf einer Etappe der Wandertrilogie Allgäu, ausprobiert. Gewandert sind wir von Rettenberg zum Duftort Oy-Mittelberg mit Highlights auf der Strecke.

Das Element Wasser

Angefangen hat unsere Tour in Großdorf bei Rettenberg. Hier traf ich mich mit meinen vier Wandergenossen am kostenlosen Wanderparkplatz. Von hier aus sind wir über die Wasserläuferroute der Wandertrilogie Allgäu entlang an Wiesen und Bächen in Richtung Geratser Wasserfall gelaufen. Da es an dem Tag bereits um 10 Uhr morgens schon über 20 Grad hatte und noch wärmer werden sollte, waren wir heilfroh im kühlen Wald laufen zu können. Nach einer halben Stunde laufen hörten wir bereits den Wasserfalls. Kurz darauf sahen wir ihn dann auch schon sprudeln.

Bach zum Geratser Wasserfall

Bach zum Geratser Wasserfall

Geratser Wasserfall in Rettenberg

Geratser Wasserfall bei Rettenberg

Wasser war für Sebastian Kneipp das wichtigste Element. Egal ob Güsse, Wickel, warme oder kalte Wasseranwendungen. Während ich die kühle Umgebung genoss, bemerkte ich auch, wie beruhigend das Wassers auf mich wirkte. Dann ging die Wanderung auch schon weiter. Das schöne während der Tour war, dass wir ständig Berührungspunkte zum Wasser hatten. So hatten wir des Öfteren die Aussicht auf den Rottachspeicher bzw. sind direkt am See entlanggelaufen oder konnten tatsächlich auch kneippen gehen in einem Naturbecken. Beim Storchengang durchs Wasser merkten wir, wie entspannend das kalte Wasser an den warmen Waden wirkt. Dort machten eine kleine Pause, tranken etwas und unterhielten uns im kühlen Nass.
Unser nächster Stopp war Burg Kranzegg. Diese erreichten wir durch einen kleinen Aufstieg im Wald. Begleitet wurden wir auch hier von einem kleinen Bachgerinsel. Von hier aus war es nicht mehr weit zu unserem Zwischenstopp: Vitalhotel Mittelburg im Duftort O-Mittelberg.

Kneippen im Naturbecken

Kneippen im Naturbecken

Aussicht auf Rottachspeicher

Auf dem Weg zum Duftort Oy Mittelberg

Die Elemente Bewegung und innere Ordnung

Wie schon Pfarrer Kneipp sagte „um gesund zu bleiben, muss man sich bewegen, schwitzen und das Wasser in seiner mildesten Form gebrauchen“. Genau das haben wir den ganzen Tag gemacht. Wir sind insgesamt ca. 14 km gewandert, haben in der Hitze geschwitzt und uns mit kühlem Wasser erfrischt. Jedoch kam einem der Weg nicht anstrengend vor, da wir überwiegend im Schatten gelaufen sind und vom kühlen Wasser begleitet wurden. Am Abend merkten wir dann schon, dass wir uns bewegt hatten, jedoch waren wir angenehm erschöpft.

Obwohl wir nur 350 Höhenmeter überwunden haben, hatten wir eine wunderschöne Aussicht auf die Berge. Besonders an unserem Aussichtspunkt: Wanderbank Allgäu (Größte Wanderbank Deutschlands), bestaunten wir das Panorama vor uns. Die Gegensätze machten unsere Wandertour einzigartig. Auf der einen Seite hatten wir die pompösen Berge, die einen so klein wirken ließen und auf der anderen Seite das Wasser bzw. den See, der so beruhigend wirkte.

Wanderbank Oy Mittelberg

Aussichtspunkt Wanderbank

In Mittelberg angekommen, belohnten wir uns mit Köstlichkeiten aus der Region. Wir genossen ein Drei-Gänge-Menü (Salat mit geräuchertem Schinken, Semmelknödel mit Pfifferlingrahm-Soße, ein weißes Schokoladen-Parfait mit Erdbeeren und ein Radler) auf der Terrasse im Vitalhotel Mittelburg. Unser (fast) vegetarisches Menü wurde ganz nach Kneipps Vorstellungen einer ausgewogenen Ernährung zubereitet. Wir hatten fast keine tierischen Produkte auf dem Teller und dafür viele Kräuter und Gemüsesorten, die direkt von hier kamen.

Kräuter und Ernährung– Schutz vor Krankheiten

Frisch gestärkt ging es dann weiter auf eine Kräuterführung entlang am Mühlbachweg. Passend zum Duftort. Erklärt wurden Pflanzen und Kräuter, die z.B. besonders fruchtbar wirken, viele Schleimstoffe beinhalten oder entzündungshemmend sind. Probieren durften wir von unserer „Kräuterhexe“ Brennnesselpesto und Holunderschorle. Als Tipp nehme ich hier mit, dass ich in Zukunft Limettensaft in meine Holunderschorle presse – Das wirkt besonders an warmen Tagen erfrischend. Faszinierend, welche Wirkung solche teils unscheinbaren Kräuter haben können. Aber diese Heilkraft der Kräuter und Pflanzen wusste auch Kneipp schon zu schätzen, denn „die Natur ist die beste Apotheke“.

Auch testen durften wir Käse, Chutney, Senf, Marmelade und Wein direkt aus Oy Mittelberg. Es gab eine kleine Verköstigung mit der Holder-Hex, der Allgäuer Gebirgskellerei und Susis Käsekeller. Kombiniert wurde jeweils eine Käsesorte mit dem dazu passenden Produkt (Wein, Aufstrich). So ließen wir den Tag  mit typischen Allgäuer Produkten wie Wildkräuterkäse und Löwenzahnblütenwein ausklingen.

Wein- und Käseverkostung

Wein- und Käseverkostung

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