12.

Feb

Skifahren für Wiedereinsteiger

Simone Zehnpfennig

Registrierter

experten-autor

Sportlich und kulinarisch – auf jeden Fall erholsam!

Drei Tage Glück im Schnee: Das war das Versprechen, welches wir Gästen gegeben haben. Wir haben zum Skifahren für Wiedereinsteiger eingeladen, haben Lust auf feurige Bio-Küche auf 2.030 m Höhe und Allgäu Sushi gemacht. Für den Genuss in Vollendung sorgten unsere Allgäuer TopHotels. Und fürs Vertrauen, das Wesentliche auf der Piste, standen unsere Skilehrer. Ihr Einfühlungs- und Urteilsvermögen verhalfen letztlich den Skifahrern zu nicht geahnten Glücksgefühlen!

Was zuvor kam, war die erste Herausforderung

Skifahren fördert Koordination, ist generationsübergreifend, gesund und macht Spaß. Und Skifahren macht glücklich. Das haben Wissenschaftler herausgefunden. Der sogenannte „Flow“, Konzentration kombiniert mit einer Tätigkeit die Spaß macht, sorgt für höchste Zufriedenheit, wie die Forscher im Fachblatt Applied Research in Quality of Life schreiben.  Dieses Glücksgefühl wurde bei unserem verlängerten Wochenende Skifahren für Wiedereinsteiger leider nicht allen Teilnehmern zuteil. Schon vor der ersten Auffahrt, kurz vor dem Einstieg in den Lift, wurde Klaus durch den Skistock eines anderen verletzt und musste  dann wegen des Muskelfaserriss`aufhören. Dabei hatte er sich so gefreut!

Eva brauchte den zweiten Tag: nach sieben Jahren zum ersten Mal auf der Piste, sich vertraut machen mit den Leihski, den äußeren Bedingungen wie Kälte, andere Skifahrer, andere Sichtverhältnisse. Doch am zweiten Tag rief sie aus: „Das ist der beste Tag des Jahres – und wird es bleiben!“ Und das darf man ihr, eine erfahrene Ärztin, Mutter und Großmutter, auch glauben.

Skifahren macht glücklich

Das Glücksgefühl zu vermitteln, das war unser Ziel. Eine Möglichkeit ist ein Kurs Skifahren für Wiedereinsteiger. Denn viele, die vor Jahren oder Jahrzehnten das letzte mal auf Brettern standen, trauen sich nicht. Oftmals sind mit Skifahren nicht die besten Erinnerungen verbunden: Stürze, Kälte, aber auch Überforderung durch andere. Dabei verlernt man die Grundzüge nicht; auch nicht nach einer langen Pause, sei es familiär, gesundheitlich bedingt oder weil es sich einfach so ergeben hat. Versierte, einfühlsame Skilehrer können das Glücksgefühl zurück geben. Wir teilten uns letztlich in drei Gruppen auf: Telemarker, gute Skifahrer mit Nachholbedarf an Technik und versierte Anfänger. Wir fingen im Skigebiet Oberjoch an und steigerten uns zu den Bergbahnen Oberstdorf-Kleinwalsertal, am Ifen.

Von der Grundposition beim Skifahren bis zu Skirouten: Unsere Skilehrer von der Skischule Ostrachtal gingen auf unsere Wünsche ein.  Diesen ersten Tag, ließen wir bis zuletzt auf der Wiedhaghütte ausklingen. Wir haben einfach nur die Sonne und die klare Winterluft in vollen Zügen genossen!

Überraschend: neue Kulinarik am Berg

Zum Skifahren gehört die Hütteneinkehr genauso wie das Sonnenbad auf der Terrasse. Überraschend anders war die Hütten-Einkehr auf der Meckatzer Sportalp, mit Allgäu-Suschi, die im Selbstbedienungsbereich angeboten werden. Überraschend exklusiv war das Restaurant Tafel&Zunder mit regionaler Bioküche auf 2.030 m Höhe am Ifen, deren österreichische Küche überzeugt.

Allgäu Sushi im Oberjoch

Allgäu-Sushi wird vom engagierten Küchenteam des Panoramahotels am Oberjoch zubereitet. Graups, alles außer Reis, dafür aus Graupen (Gerste) und anderen regionalen Zutaten und ist die Allgäuer Alternative für großstädtische Snacks. Ob herzhaft mit Kräutern gewürzt und in Pfannkuchenteig gewickelte Graupen mit Frischkäse oder die süße Variante mit Vanille und Pflaumen – wir waren erstaunt wie gut sie sättigen! Eine Alternative zu klassischen Kässpatzen.

Aber nicht nur das Küchenteam hat neue Ideen, auch die Barkeeper des Hotels. Übernachtet hatten wir im Panoramahotel Oberjoch****S, die meisten erkundeten den SPA-Bereich im Hotel, andere nutzten den sonnigen Tag auf dem Balkon und die ungezwungene Atmosphäre an der Bar. Wo übrigens noch live das Piano erklingt!

Der Ifen – ein Berg für Genießer

Der Ifen gilt als Geheimtipp in den Allgäuer Alpen. Man muss schon ein wenig durchs Kleinwalsertal fahren, bis man dies Skigebiet erreicht. In den letzten zwei Jahren wurde es Schritt für Schritt erneuert und verfügt über die modernste Kabinenbahn von Doppelmayr, damit verbunden ist übrigens durchgehend WLAN. Das neue und exklusive Restaurant Tafel & Zunder auf 2.030m Höhe gehört auch zum Genuss am Berg. Die Architektur ist mehr als gelungen: Holz und Holzschindeln kombiniert mit viel Glas und kubischer, asymmetrischer Form wirken leicht. Man steigt aus der Kabine aus und entscheidet: Gleich hinaus zum Skifahren oder nehme ich die Rolltreppe? Sie führt hinauf ins Restaurant und auf die Sonnenterrasse. Das Restaurant bietet eine ausgezeichnete Raum-Atmosphäre: Altes Holz aus Südtirol an Wänden und Decke, der Filzboden, das Glas, die großformatigen Porträts von Walsertalern in Tracht und doch modern. .

Der Schallschutz tut unheimlich gut. Denn anders als erwartet, hört man keine lauten Stimmen, keine schweren Skistiefel, alles ist gedämpft. Man genießt den Moment der Einkehr. Trotz der Größe und Modernität ist es dank der Farben, des Holzes und Materialwahl gemütlich.Und dann das Essen. Stets frisch zubereitet liegt es nicht in Warmhalteplatten am Büffet, sondern wird serviert. Mein persönlicher Tipp ist der BIO-8er Salat.

Bio-Achter-Salat im Tafel&Zunder © Allgäu GmbH

Pisten mit Panorma zum Sattsehen

Das Skigebiet ist vor allem wegen der Panoramabfahrten beliebt, zumal man die Wahl hat zwischen blau, rot und schwarz auf der Olympia-Abfahrt. Eva, die Berliner Ärztin, Ulli, der Münchner, Gary, unserer Oberösterreicher, Annika, unsere Stuttgarterin, Monika, unserer Würzburgerin, Kai, unser Kölner, sie alle sind begeistert vom Skigebiet. Unsere wunderbaren Skiguides von der Skischule Hirschegg, Andreas und Rom, taten ihr Übriges für die Begeisterung. Und selbst unsere Nichtskifahrer, Martin,Ulla und Klaus sind ob der Aussicht und Bergwelt beeindruckt: Die Bergbahn bringt die Fußgänger hinauf, wunderbare Winterwanderwege verheißen Wintergenuss. Da steigt man doch gerne zum Gipfelkreuz auf und genießt, erkennt die so markanten Gipfel der Trettachspitze, Hochvogel oder Biberkopf. Das ist Skifahren für Wiedereinsteiger – Genuss in Vollendung erleben und glücklich heimfahren.

Hotels für den vollendeten Genuss

Vom Panoramahotel Oberjoch ****S ins Sonnenalp Resort Ofterschwang *****S – mehr geht nicht mehr an Komfort. Wir alle waren noch ganz begeistert vom Berg, vom Skigebiet, der Sonne. Und dann wurde unser Tag doch tatsächlich im gleichen Maße weitergeführt: Im SPA der Sonnenalp, den speziellen Winterangeboten und der ausgezeichneten Küche wurden Träume übertroffen.

Wärme: Auch wenn die Tage auf der Piste sonnig waren, so strahlt das Holz, auf das man überall auf der Sonnenalp trifft, eine Grundwärme aus. Den Tag ausklingen lassen, im Spa der Sonnenalp, bevor es zum gepflegten Abendessen geht, das hat schon was!

 

  1. Doc.Eva sagt:

    danke für die Erwähnung 🙏 Es war gigantisch 👌DANKE🙏

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