5.

Mai

Karl der Große und seine Hildegard

Die wilde Hilde, nicht nur ein Dessert. Hildegard in Kempten.

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Wilde Hilde – so heißt das Stadtmagazin von Kempten, aber auch ein Dessert. Die Namensgeberin Hildegard war die dritte Frau Karls des Großen und hatte eine kurzes, dafür sehr bewegtes Leben. Eine starke Frau und neunfache Mutter. Sie wurde schon zu Lebzeiten verehrt und prägt bis heute Kempten.

Hildegard: Heirat mit 14 Jahren,  neun Kinder für Karl den Großen in zwölf Jahren Ehe

Im Jahr 772 heiratet der 24­-jährige Karl die zwölf­ bis 14­-jährige Hildegard. Im Mittelalter ein gängiges Verfahren. Hildegards Eltern sind alemannische Grafen mit Besitz am Bodensee, sie sind einflussreich im Machtbereich von Karlmann. Wohl der Hauptgrund, warum Karl der Große Hildegard heiratete.  Aber, so ist überliefert, Karl liebt Hildegard, und Hildegard liebt Karl. Sie begleitet ihn auf seinen zahllosen Reisen durch sein sich ständig vergrößerndes Reich. Und das trotz ihrer eng aufeinanderfolgenden ständigen Schwangerschaften: In zwölf Jahren Ehe werden neun Kinder  (einmal Zwillinge) geboren. Mit nur 25 Jahren stirbt sie im Kindbett. Grund dürfte wohl die Geburtenhäufigkeit sein. Trotz des kurzen, intensiven Lebens gelang es ihr, ihren Bruder in ein Amt zu verhelfen – als einzige der fünf Frauen von Karl. Hildegard nutzte ihre königliche Stellung und die damit verbundenen Möglichkeiten, um ihren Bruder von der Absetzung des Tassilo III. von Bayern profitieren zu lassen.  Eines ihrer Kinder, Pippin, wurde König von Italien.

Von ihren Reisen brachte sie unter anderem die Reliquien der Märtyrer St. Gordian und St. Epimachus nach Kempten, die seitdem die Patrone der Klosterkirche sind. Sie stattete das Kloster reich aus und wurde daher in Kempten starkt verehrt. Bis in die 1950er Jahre wurden viele Mädchen Hildegard genannt. Auch das Hildegardis-Gymnasium – einst eine Mädchenschule – sowie ihr Abbild im Stiftswappen erinnert an Kemptens große Gönnerin. Ebenso die ihr gewidmete Hildegardkapelle, heute noch ein beliebter Wallfahrtsort. Der Hildegardplatz direkt vor der St.-Lorenz-Basilika hat sich zu einem städtischen Wahrzeichen entwickelt.

Hildegardisplatz Kempten

Kempten Hildegardisplatz mit Wochenmarkt, @Martin Erd, Photographer

Die Wilde Hilde – das Magazin und das Dessert

Sowohl im Stadtmagazin „WildeHilde Kempten“ als auch im Internet begleitet die historische Hildegard die Leser, gibt Tipps, führt und hilft  mit Insiderwissen weiter. Kempten Tourismus hat ihr ein eigenes Salz und auch ein Dessert gewidmet. Zu ihrer Zeit gab es ein solches Dessert natürlich nicht, dafür wohl Dinkelgrüze oder Häberermus mit Honig, Nüssen und Früchten, aber das nach ihr benannte Dessert schmeckt himmlisch:

Wilde Hilde in Kempten
Dessert Wilde Hilde, @Kempten Tourismus

Wilde Hilde Dessert, Rezept für 6 Portionen
Zutaten:
  • 300 g gefrorene Himbeeren
  • 150 g grob zerbröselte Baiserschalen
  • 400 ml Schlagsahne
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Schälchen frische Himbeeren
Zubereitung:

Sahne mit Vanillezucker in einem hohen Gefäß steif schlagen. In 6 Gläser jeweils ein paar gefrorene Himbeeren sowie etwas Baiser und ein paar Klecks Sahne geben. Den Vorgang ein weiteres Mal wiederholen. Die Gläser bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren mit frischen Himbeeren dekorieren.

Auf  Kempten Tourismus beantwortet Hildegard Fragen.

Karl der Große und Hildegard als Chatbot


Chatbot auf der neuen Kempten Website, Illustration @Birgit Kata

Magazin „Wilde Hilde“ Kempten

Das Magazin „Wilde Hilde Kempten“ von Kempten Tourismus erscheint jährlich neu mit wertvollen Tipps der Namensgeberin, zahlreichen Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Persönlichkeiten, Veranstaltungen sowie Shopping, Gastronomie und Freizeit. Es erzählt Alltagsgeschichten und Kemptener Stadtgeschichte auf spannende Art und Weise neu und dient daher nicht nur Touristen als Inspiration, sondern bietet auch Einheimischen neue Einblicke. Zudem gibt´s einen Aufenthalt in Kempten zu gewinnen. Jetzt kostenfrei bestellen


Titelbild Magazin „Wilde Hilde“, @Kempten Tourismus

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